Sicher verstaut, sicher unterwegs
Ob Wochenendeinkauf, Urlaubsgepäck oder Werkzeugkoffer: Wer Ladung im Pkw richtig sichert, schützt sich, seine Mitfahrenden und andere Verkehrsteilnehmer. Tipps der GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung mbH.
Alles an Bord? Bitte stets richtig gesichert
Ein schneller Einkauf, ein Kasten Getränke, Sportausrüstung, Werkzeug oder die spontane Mitnahme aus dem Möbelhaus: Fast jeder Pkw transportiert regelmäßig mehr als nur Menschen. Was im Alltag harmlos aussieht, kann bei einer Vollbremsung oder einem plötzlichen Ausweichmanöver schnell gefährlich werden. Denn lose Gegenstände bleiben nicht dort, wo sie abgelegt wurden. Sie können bei starker Verzögerung nach vorn schleudern. Die GTÜ weist deshalb darauf hin: Sorgfältige Ladungssicherung ist kein Thema nur für Profis oder gewerbliche Transporte. Sie gehört auch im privaten Auto zur verantwortungsvollen Fahrtvorbereitung und leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit im Straßenverkehr.
Wenn der Laptop zum Geschoss wird
Beim Bremsen oder in schneller Kurvenfahrt bewegt sich die Ladung durch Trägheitskraft in Fahrtrichtung. Ist sie nicht gesichert, kann sie Insassen verletzen oder den Fahrer ablenken. Ähnlich kritisch sind schnelle Querbewegungen, etwa beim Ausweichen oder in zügig gefahrenen Kurven. Dann kann Ladung seitlich verrutschen, kippen oder plötzlich den Innenraum blockieren. Besonders tückisch: Oft reicht schon eine vergleichsweise niedrige Geschwindigkeit, damit lose Gegenstände erhebliche Kräfte entwickeln. Logisch: Physik macht auch keine Ausnahme für kurze Strecken.
Was die StVO zur Ladungssicherung sagt
Die rechtliche Grundlage ist klar geregelt. Paragraf 22 der Straßenverkehrs-Ordnung schreibt vor, dass Ladung so zu verstauen und zu sichern ist, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm verursachen kann. Das gilt nicht nur für Transporter, Lkw oder gewerbliche Fahrten, sondern ebenso für den privaten Pkw. Wer Ladung nicht ausreichend sichert, riskiert ein Verwarn- oder Bußgeld. Kommt es zusätzlich zu einer Gefährdung oder einem Unfall, können weitere Folgen entstehen.
Der Kofferraum ist kein Zufallsraum
Für viele Alltagssituationen reicht bereits ein überschaubares Sicherheitsset im Fahrzeug. Zwei geeignete Zurrgurte, eine Antirutschmatte, ein Gepäcknetz, eine stabile Klappbox und eine Decke können viel bewirken. Damit lassen sich Einkäufe, Werkzeug, Kartons oder Reisegepäck deutlich besser sichern. Viele Pkw haben im Kofferraum stabile Zurrösen. Sie sollten für das Befestigen von Lasten genutzt werden. Wichtig: Die Gurte müssen straff sitzen, dürfen nicht über scharfe Kanten laufen und müssen zur jeweiligen Ladung passen. Bei Bedarf schützt Kantenschutz vor Beschädigungen – an Gurt und Transportgut.
Kleine Helfer, große Wirkung
Für viele Alltagssituationen reicht bereits ein überschaubares Sicherheitsset im Fahrzeug. Zwei geeignete Zurrgurte, eine Antirutschmatte, ein Gepäcknetz, eine stabile Klappbox und eine Decke können viel bewirken. Damit lassen sich Einkäufe, Werkzeug, Kartons oder Reisegepäck deutlich besser sichern. Viele Pkw haben im Kofferraum stabile Zurrösen. Sie sollten für das Befestigen von Lasten genutzt werden. Wichtig: Die Gurte müssen straff sitzen, dürfen nicht über scharfe Kanten laufen und müssen zur jeweiligen Ladung passen. Bei Bedarf schützt Kantenschutz vor Beschädigungen – an Gurt und Transportgut.
Auch die Rückbank zählt
Die Rücksitzlehne ist mehr als nur Teil des Innenraums. Wird sie nicht zum Sitzen gebraucht, bildet sie eine wichtige Barriere zwischen Kofferraum und Fahrgastzelle. Wird sie für lange Gegenstände umgeklappt, fällt diese Schutzfunktion weg. Dann muss die Ladung besonders sorgfältig befestigt werden. Lange Gegenstände sollten nicht frei in den Innenraum ragen. Sie müssen so gesichert sein, dass sie weder nach vorn rutschen noch sich seitlich bewegen können. Scharfkantige Teile lassen sich zusätzlich mit Decken oder Kantenschutz entschärfen.
Kurz prüfen, dann losfahren
Vor der Abfahrt lohnt sich ein einfacher Test: Lässt sich die Ladung mit der Hand leicht verschieben, ist sie in der Regel nicht ausreichend gesichert. Bei unregelmäßig geformten Gegenständen, Kartons oder Möbelstücken kann nach einigen Kilometern eine weitere Kontrolle sinnvoll sein. Gurte können sich während der Fahrt lockern – dann sollten sie nachgezogen werden.
Fahrverhalten und Bremsweg
Zur sicheren Fahrt gehört außerdem der Blick auf die Grenzen des Fahrzeugs. Das zulässige Gesamtgewicht darf nicht überschritten werden. Bei voller Beladung verändern sich Fahrverhalten und Bremsweg. Auch der Reifendruck sollte bei Bedarf entsprechend der Herstellerangaben angepasst werden. Wichtig ist zudem: Sicht und Bedienbarkeit dürfen durch Ladung nicht eingeschränkt sein. Scheiben, Spiegel, Schaltung, Pedale und sicherheitsrelevante Einrichtungen müssen frei bleiben. Warndreieck, Warnweste und Verbandkasten sollten auch bei vollem Kofferraum erreichbar sein.
Sicherheit beginnt vor dem Start
Ladungssicherung ist keine lästige Zusatzaufgabe, sondern Teil einer sicheren Fahrt. Sie gehört genauso zur Vorbereitung wie der Blick auf Reifen, Beleuchtung und Hauptuntersuchung. Ein verkehrssicheres Fahrzeug, richtig gesicherte Ladung und Aufmerksamkeit beim Beladen greifen ineinander. So wird aus wenigen Handgriffen ein spürbarer Sicherheitsgewinn – für Fahrer, Mitfahrende und alle anderen im Verkehr.