Winter ade: 6 Tipps der GTÜ zum Start in den Frühling
Der Frühling ist der optimale Moment, um das eigene Fahrzeug gründlich auf Schäden aus dem Winter zu untersuchen. Die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung mbH hat sechs wichtige Tipps parat.
1 – Zeit für den genauen Blick
Das Thermometer zeigt wieder Plusgrade, die Sonne blitzt und das erste Frühlingsgrün zeigt sich? Das ist für Autofahrer die richtige Zeit für einen gründlichen Blick aufs eigene Fahrzeug. Denn der Winter kann ärgerliche Spuren am Wagen hinterlassen. Wer die Folgen von Kälte, Salz, Splitt und Co. rechtzeitig beseitigt, beugt im besten Fall späteren Mängeln vor.
2 – Runter mit dem Salz
Als erstes bekommt der Wagen im Frühjahr eine gründliche Reinigung in der Waschstraße. Das Komplettprogramm inklusive Unterbodenwäsche spült die mit Straßenschmutz vermischten Streusalzreste weg. Denn Salz, bei Glätte unverzichtbar für sicheren Straßenverkehr, ist zugleich ein fieser Rostbeschleuniger. Beim Fahren schleudern die Räder die Salzlauge hoch und verteilen sie am gesamten Fahrzeug – riskant besonders bei vorgeschädigtem Lack. Die GTÜ rät deshalb, den Wagen im Winter regelmäßig waschen zu lassen und vor allem nach Salzfahrten nicht wochenlang damit zu warten.
3 – Steinchenschlags Spuren
Im Winter landen auch abstumpfender Splitt und andere Granulate auf der Straße. Da heißt es: Vorsicht Steinchenschlag. Werden die Partikel nämlich hochgewirbelt, können sie auf den Lack prallen und diesen beschädigen. Im Frühjahr zeigen sich dann kleine Abplatzer – mögliche Einfallstore für Wasser und korrosive Substanzen. Die GTÜ empfiehlt, vor allem Schweller, Radlaufkanten und den unteren Bereich der Türen im Blick zu behalten. Schäden zügig reparieren lassen. Im Frühling kann man den frisch gewaschenen Lack dann frisch versiegeln lassen. Macht das der Profi, kann es bis zu einem Jahr lang schützen.
4 – Auf Sommerreifen wechseln
Von Ostern bis Oktober: Kalendarisch ganz genau nehmen muss man den Spruch nicht, im Prinzip ist er jedoch goldrichtig. Denn je nach Jahreszeit spielen Sommer- und Winterreifen ihre besonderen Stärken aus. Wichtig beim Wechsel: Auf die Profiltiefe und eventuelle Schäden achten. Außerdem nach 50 bis 100 Kilometern die Radmuttern noch einmal mit dem Drehmomentschlüssel nachziehen.
5 – Auf Sicht und Licht achten
Jetzt ist der optimale Moment, weitere Bereiche des Wagens zu prüfen. Denn auch Scheiben und Scheinwerfer können im Winter beschädigt werden. Oft ist zum Glück eine Reparatur möglich – entscheidend sind Größe und Lage der Schäden. Bei der Windschutzscheibe dürfen sie aus Gründen der Verkehrssicherheit beispielsweise nicht direkt im Sichtfeld liegen. Finden sich Kratzer auf der Scheiben? Dann war das Enteisen im Winter vielleicht zu rabiat. Nie mit harten Gegenständen schaben, denn Kratzer im Glas sind ein klares Risiko für sichere Sicht.
6 – Auch der Klassiker profitiert
Zwar lassen viele Klassikerfreunde ihren Oldtimer oder Youngtimer im Winter lieber in der trockenen Garage stehen. Von den Tipps der GTÜ für einen guten und sicheren Start in den Frühling profitiert das geliebte Fahrzeug aber genauso wie ein jüngerer Wagen. Denn Pflege und Aufmerksamkeit tun jedem Auto gut.
Das Fazit
Der Frühjahrscheck auf Winterschäden am eigenen Wagen ist genauso sinnvoll wie die anderen Vorbereitungen auf die warme Jahreszeit. So steigert man die Sicherheit des eigenen Fahrzeugs und reduziert im besten Fall ärgerliche Folgekosten. Da macht die Fahrt durch die Sonne gleich doppelt so viel Freude.