Kostenloser Licht- und Reifen-Check bei der GTÜ

Die Checks sind schnell durchgeführt und leisten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Denn einwandfreies Licht und gute Reifen verringern das Unfallrisiko in Herbst und Winter deutlich.

  • Wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit
  • Sehen und gesehen werden mit optimaler Fahrzeugbeleuchtung
  • Winterreifen geben auf kalter und nasser Fahrbahn guten Grip und einen kurzen Bremsweg

Eine einwandfrei funktionierende Beleuchtungsanlage und eine gute Bereifung sind insbesondere in den dunklen und nassen Jahreszeiten wichtig. Die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung mbH bietet deshalb bis Ostern einen kostenlosen Licht- und Reifentest an. Für eine bestandene Prüfung erhält der Autofahrer eine Fahrzeugcheck-Plakette für die Frontscheibe.

Beim kostenlosen Lichttest prüfen die an der Aktion teilnehmenden GTÜ-Partner, ob die Fahrzeugbeleuchtung korrekt funktioniert und eingestellt ist. Beleuchtung und Elektrik sind mit rund einem Viertel aller Beanstandungen die Spitzenreiter in der Mängelstatistik der GTÜ für das erste Halbjahr 2019. Die Statistik umfasst sämtliche bei der Hauptuntersuchung geprüften Pkw über alle Altersklassen hinweg.

Ebenfalls kostenlos ist der Reifen-Check. Die GTÜ-Prüfingenieure untersuchen die montierten Reifen. Denn zu wenig Profil, Beschädigungen an Gummi und Struktur, falscher Luftdruck und in die Jahre gekommene Pneus stehen ebenfalls ganz oben auf der Mängelliste.

Die Checks sind schnell durchgeführt und leisten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Denn einwandfreies Licht und gute Reifen verringern das Unfallrisiko in Herbst und Winter deutlich.

Winterreifen schon montiert?

Passende Reifen gehören zu einer sicheren Autofahrt einfach dazu. Sie sind es, die den Kontakt zur Fahrbahn herstellen. In der kalten Jahreszeit sorgen Winterreifen auch bei niedrigen und frostigen Temperaturen, auf Eis und Schnee und auf nassen Straßen bei kaltem Wetter für guten Grip und einen kurzen Bremsweg. Ab Oktober sollte man an den Wechsel denken, denn dann fallen die Außentemperaturen.

Es gibt Faustregeln für den richtigen Wechselzeitpunkt. Eine lautet „von O bis O“ – von Oktober bis Ostern. Also im Oktober die Winterreifen montieren und die Sommerreifen einlagern – damit ist man auf der sicheren Seite. Eine weitere Möglichkeit ist die 7-Grad-Regel: Liegt die Außentemperatur konstant unter sieben Grad Celsius, ist es Zeit für die Winterreifen.

„Situative Winterreifenpflicht“

In Deutschland gibt es eine „situative Winterreifenpflicht“. Heißt: Bei „Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte“ (§ 2 Absatz 3a StVO) darf das Fahrzeug nur mit Winterreifen geführt werden. Beispielsweise Motorräder oder landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge sind davon ausgenommen.

Zugelassene Winterreifen müssen seit dem 31. Dezember 2017 mit dem Alpine-Symbol gekennzeichnet sein. Die Kennzeichnung „M+S“ genügt nicht mehr. Für ältere Reifen gibt es eine Übergangsfrist bis zum 30. September 2024.

Winterreifen sind anders konstruiert als Sommerreifen. In der Regel haben sie ein spezielles Profil mit mehr Rillen und Lamellen und zudem tiefere Profilblöcke. Außerdem enthalten sie meist mehr Naturkautschuk, damit die Gummimischung auch bei Kälte flexibel bleibt. Aufgrund all ihrer Eigenschaften können sie eine optimale Verbindung zur Straßenoberfläche herstellen und geben dem Fahrzeug auch bei niedrigen Temperaturen eine deutlich bessere Traktion und einen kürzeren Bremsweg als Sommerreifen unter identischen Temperaturbedingungen.

Empfehlenswert ist eine Profiltiefe von mindestens vier Millimetern. Damit ist auch auf Schnee und auch bei Aquaplaning die Leistungsfähigkeit gegeben: Der Reifen erzeugt eine optimale Haftung zur Straßenoberfläche. Eine geringere Profiltiefe vermindert die Haftfähigkeit.

GTÜ informativ "Aktuelles zur Winterreifenpflicht"

Stuttgart, den 15. Oktober 2019