Aktuelle Folge von GTÜ-TV zu "Vollgutachten" und "Einzelabnahme"

Das Monopol fiel im März 2019: Seitdem darf die GTÜ auch "Vollgutachten" und "Einzelabnahmen" nach § 21 StVZO durchführen. Die aktuelle Folge von GTÜ-TV berichtet über die Neuerung – und stellt die Möglichkeiten kompakt anhand von drei typischen Fahrzeugbeispielen dar, einem Importwagen aus den USA, einem Oldtimer-Sportwagen aus der EU sowie einem getunten Cabriolet.

Ein Importwagen aus den USA ist ein typischer Fall für ein "Vollgutachten" nach § 21 StVZO. Diese darf seit 22. März 2019 auch die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung erstellen. Bei außereuropäischen Importwagen – im Film ein Dodge Ram, ein beliebter amerikanischer Pick-up – nimmt die GTÜ beispielsweise eine technische Durchsicht im Rahmen einer Hauptuntersuchung, eine Fahrzeugbeschreibung und eine Überprüfung mit der Übereinstimmung mit den gültigen Rechtsvorschriften vor.

Für einen Oldtimer aus der Europäischen Union steht das zweite Beispiel: ein Ferrari 328 GTS. Wird ein älteres Importfahrzeug von außerhalb Deutschlands ohne EG-Typgenehmigung erstmals hier zugelassen, ist gleichfalls ein "Vollgutachten" nach § 21 StVZO erforderlich. Hier prüft der GTÜ-Experte ebenfalls genau den zulassungsfähigen Zustand des Klassikers.

Das dritte typische Beispiel: ein Tuning-Fahrzeug, das ein Gewindefahrwerk sowie ein geänderte Rad-Reifen-Kombination erhalten hat. Da es sich dabei um sicherheitsrelevante Teile handelt, die zwar grundsätzlich für den Fahrzeuganbau zugelassen, aber nicht für bestimmte Typen genehmigt sind, erstellt die GTÜ in auch in solchen Fällen das notwendige Fachgutachten.

Ein Rat von der GTÜ dazu: Möchte man technische Veränderungen am Fahrzeug vornehmen, kann man sich bereits im Vorfeld von den Experten bei einem GTÜ-Partner gezielt beraten lassen. So können nicht genehmigungsfähige Umbauten frühzeitig ausgeschlossen werden und es kann nach geeigneten Alternativen gesucht werden.

Stuttgart, den 03. Juli 2019