Pkw-Markt: SUVs und Elektroautos weiter auf dem Vormarsch

Foto: Auto-Medienportal.Net/KBA

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Zum ersten Mal in diesem Jahr lagen im September die Neuzulassungen über dem Niveau des Vorjahresmonats. Das Kraftfahrt-Bundesamt meldet heute mit 265.227 Pkw ein Plus von 8,4 Prozent gegenüber dem September 2019. Die gewerblichen Zulassungen (63,9 %) stiegen gegenüber dem Vergleichsmonat um 3,5 Prozent, die privaten (36,0 %) um 18,3 Prozent.

Bei den deutschen Marken verzeichnete Audi mit 42,4 Prozent die größte Steigerung. Eine einstellige Steigerung in der Statistik wiesen BMW und Mercedes-Benz (jeweils plus 1,9 Prozent) sowie VW (+1,6 %) auf. Rückgänge verzeichneten Smart (minus 41,2 Prozent), Opel (-27,6 %), Porsche (-19,7 %) und Ford (-0,8 %). Der größte Anteil an Neuzulassungen entfiel auf VW. Mit 15,2 Prozent war er aber nicht mehr so stark wie gewohnt.

Bei den Importmarken wiesen Tesla (+82,7 %), Seat (+71,1 %), Subaru (+70,4 %), Alfa Romeo (+59,5 %) sowie Renault (+58,4 %) Zulassungssteigerungen von mehr als 50 Prozent auf. Rückgänge um mehr als ein Fünftel verbuchten DS (-41,5 %), Ssangyong (-29,0 %) und Mazda (-24,7 %). Mit einem Neuzulassungsanteil von 6,8 Prozent (+29,6 %) war erneut Skoda stärkster Importeur.

Nicht zu bremsen ist die Nachfrage nach SUVs. Sie machten mit einem Verkaufsplus von 9,7 Prozent im September einen Marktanteil von 21,2 Prozent aus. Die Kompaktklasse legte um 5,7 Prozent zu und erreichte einen Anteil am Gesamtmarkt von 21 Prozent. Wohnmobile (+159,9 % / Marktanteil 2,0 %) verzeichneten im vergangenen Monat die höchsten Zugewinne, gefolgt von Kleinwagen (+28,9 % / 16,8 %) und den so genannten Utilities wie VW Bulli oder Caddy (+21,8 % / 4,6 %). Während die Segmente Oberklasse, Geländewagen und die Mittelklasse ebenfalls zulegten, ging die Nachfrage nach Mini- und Großraumvans ebenso zurück wie die nach Sport- und Kleinstwagen sowie Modelle der oberen Mittelklasse. Mini-Vans und Sportwagen bilden mit 1,3 bzw. ein Prozent Marktanteil mittlerweile die schwächsten Segmente im Pkw-Markt.

Alternative Antriebsarten wiesen im Vergleich zum Vorjahresmonat teils dreistellige Zuwächse auf. So stieg die Zahl der Elektroautos um 260,3 Prozent auf 21.188 Neuzulassungen und einen Marktanteil von acht Prozent. Hybride legten um 185,2 Prozent auf 54.036 Auslieferungen zu, darunter 20.127 Plug-in-Hybride (+463,5 %). Der Anteil der Teilzeitstromer an den Neuzulassungen liegt damit ebenfalls bei acht Prozent. Erstmals seit langer Zeit stiegen auch die Verkäufe von Autos mit Flüssiggas (+176,1 %). Ihr Anteil bleibt mit 809 Zulassungen aber nach wie vor äußerst gering (0,3 %). Gleiches gilt für Erdgasautos, die mit 606 Stück (+17,9 %) nur 0,2 Prozent aller Neuwagen im September ausmachten. 45,5 Prozent aller Neuwagen waren mit einem Benzin- (-17,6 %) und 25,6 Porzent mit einem Dieselmotor (-6,7 %) ausgrüstet. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß aller Neuwagen sank um 13,4 Prozent auf 134,3 Gramm pro Kilometer.

Die Zahl der neu zugelassenenden Motorräder und -roller stieg gegenüber September 2019 um 65 Prozent auf 18.509 Stück. Auch bei den Nutzfahrzeugen zeigte sich in fast allen Fahrzeugklassen eine Steigerung, die bei den Omnibussen mit 574 Einheiten (+77,7 %) am deutlichsten ausfiel. (ampnet/jri)