Sandero jetzt mit LPG, Schiebedach und Notbremsassistent

Foto: Auto-Medienportal.Net/Renault

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Der Sandero der dritten Generation bekommt von Renault-Tochter Dacia mehr Ausstattung, neue Motoren und aktuelles Infotainment. Die Stepway-Variante wird künftig stärker abgegrenzt. Beide Modellvarianten verfügen nun über eine neue Lichtsignatur und LED-Scheinwerfer. Optisch tritt der Sandero durch ein stärker geneigte Windschutzscheibe und ein um einen Zentimeter abgesenktes Dach neu in Erscheinung. Fahrerassistenzsysteme wie ein Notbremsassistent oder eine Toter-Winkel-Warner sind mit an Bord. Zum Start stehen zwei Benzinmotoren und ein LPG-optimierter Motor zur Wahl.

Wichtigste Unterscheidungsmerkmale des Stepway sind neben der um 4,1 Zentimeter auf 17,4 Zentimeter erhöhten Bodenfreiheit eine markant konturierte Motorhaube und eine eigenständige Frontschürze mit großflächigen schwarzen Kunststoffeinsätzen um die Nebelscheinwerfer herum. Hinzu kommt der Unterfahrschutz vorne und hinten. Schwarze Radlaufschutzleisten und Seitenschweller, das „Stepway”-Logo unterhalb des Kühlergrills und die Dachreling sind weitere Unterscheidungsmerkmale. Serienmäßig sind 16-Zoll-Flexwheels in der Optik von Leichtmetallrädern montiert.

Erstmals bei Dacia sind für beide Modelle Voll-LED-Scheinwerfer im Angebot. Ihre Leuchtweite liegt mit 110 Metern um 37 Prozent über derjenigen der Halogenleuchten im Vorgängermodell. Der Lichtkegel ist mit 24 Metern außerdem um neun Prozent breiter. Je nach Ausstattungsniveau sind Sandero und Sandero Stepway neben dem Lichtsensor auch mit dem Regensensor ausgestattet.

Eine Neuheit bei der aktiven Sicherheit ist der zwischen sieben und 170 km/h aktive radarbasierte Notbremsassistent. Besteht die Gefahr eines Aufpralls mit dem vorausfahrenden Fahrzeug, warnt das System akustisch und mit einem optischen Signal. Bremst der Fahrer nicht ausreichend stark, erhöht das System den Bremsdruck und löst eine Notbremsung aus. Neu ist in beiden Varianten auch ein Toter-Winkel-Warner, der zwischen 30 und 140 km/h aktiv ist.

Der Sandero und der Sandero Stepway sind die ersten Dacia-Modelle, die auf der leichteren modularen CMF-Plattform der Allianz Renault-Nissan-Mitsubishi aufbauen. Diese bietet im Bereich des Motorraums eine höhere strukturelle Festigkeit. Zusätzlich verringern Aufprallsensoren in den vorderen Türen und ein Beschleunigungsmesser die Zeit bis zum Auslösen der Seitenairbags und Windowbags.

Im Innenraum von Sandero und Sandero Stepway steht bei nahezu unveränderten Außenabmessungen noch mehr Platz zur Verfügung als in den Vorgängermodellen. So steigt die Kniefreiheit im Fond um 4,2 Zentimeter. Das Kofferraumvolumen beträgt 328 Liter. Im Innenraum stehen bis zu 21 Liter an zusätzlichem Stauraum zur Verfügung. Der Fahrersitz, die vorderen Kopfstützen und das Lenkrad sind höhenverstellbar. Das Volant kann auch in der Tiefe verstellt werden.

Mit an Bord ist eine neue elektrische Servolenkung, die den Lenkaufwand um 36 Prozent verringert. Zusätzlich ist eine Einparkhilfe mit Rückfahrkamera verfügbar. Auch das schlüssellose Zugangs- und Startsystem Keycard-Handsfree und die elektronische Parkbremse haben – ebenso wie eine Berganfahrhilfe - Einzug gehalten. Als Novum können die Kunden im Verlauf des Jahres 2021 außerdem erstmals ein elektrisches Schiebedach bestellen.

Drei Multimedialösungen sind für die neuen Modelle verfügbar. Die Basis bilden das neue Media-Control-System mit 3,5-Zoll-TFT-Display und zwei Lautsprechern sowie die gleichnamige App, die das Smartphone mit dem Autoradio verbindet. Auf der Bedienoberfläche des Smartphones erscheinen daraufhin die Icons für Zusatzfunktionen. Das neue Media-Display-System verfügt über vier Lautsprecher und ein zur besseren Sicht leicht dem Fahrer zugewandtes und oben angeordnetes Acht-Zoll-Display. Das Gerät erlaubt die Smartphone-Integration über Apple Carplay und Android Auto. Das integrierte Multimedia-Navigationssystem mit Acht-Zoll-Touchscreen-Monitor und sechs Lautsprechern ermöglicht diese Funktionen ebenfalls.

Die Basismotorisierung exklusiv für den Sandero ist der mit dem Fünf-Gang-Schaltgetriebe gekoppelte Saugmotor SCe 65. Als zweite Benzinmotorisierung ist der TCe 90 verfügbar. Dacia kombiniert das Turboaggregat mit einem neu entwickelten Sechs-Gang-Schaltgetriebe oder einer stufenlosen CVT-Automatik. Mit der Variante TCe 100 Eco-G bieten die Rumänen für Sandero und Sandero Stepway auch eine auf den Betrieb mit Autogas hin optimierte Motorisierung mit elf Prozent geringerem CO2-Ausstoß an. Sie überträgt ihre Kraft ebenfalls über ein neues Sechs-Gang-Schaltgetriebe an die Vorderräder. (ampnet/deg)