Stauprognose: Langes Wochenende lockt zum Verreisen

Foto: Auto-Medienportal.Net/ADAC

Foto: Auto-Medienportal.Net/ADAC

Autofahrer müssen am langen Christi-Himmelfahrts-Wochenende (20.–24.5.2020) mit Staus rechnen. Zwar werden die Straßen nicht so voll werden wie in den Vorjahren zu dieser Zeit, da die Corona-Krise den überregionalen Reiseverkehr immer noch stark einschränkt. Dennoch kann es nach Einschätzung des ADAC auf den Autobahnen, vor allem in den Ballungsräumen, zeitweise zum Stillstand kommen. Und an den mehr als 670 Baustellen müssen Autofahrer ohnehin Geduld aufbringen.

Für viele beginnt das Wochenende bereits am Mittwochnachmittag. Und die Lust aufs Reisen ist wieder größer geworden, nachdem es viele Lockerungen im Tourismus und im Gastgewerbe gibt. Die erste Stau-Spitze erwartet der Automobilclub daher am Mittwoch von etwa 13 bis 19 Uhr. In Berlin, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen ist der Freitag offiziell schulfrei. Auch Arbeitnehmer anderer Bundesländer könnten sich diesen Brückentag frei nehmen. In Hamburg enden zudem die Ferien, in Sachsen-Anhalt dauern diese noch eine Woche.

Autofahrer müssen damit rechnen, dass sie am Feiertag und auch am Sonntag auf Lkw treffen. Das sonst übliche Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw ist während der Corona-Krise aufgehoben. Die Rückreisewelle dürfte am Sonntagnachmittag ihren Höhepunkt erreichen. Relativ ruhig dürfte es am Freitag werden.

Auf folgenden Autobahnen rechnet der ADAC mit der größten Staugefahr: Fernstraßen von und zur Küste, Großräume Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt, Stuttgart, München, A 1 Köln – Bremen – Hamburg – Lübeck, A 2 Berlin – Hannover – Dortmund, A 3 Köln – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg, A 4 Kirchheimer Dreieck – Erfurt – Chemnitz – Dresden, A 5 Hattenbacher Dreieck – Darmstadt – Karlsruhe, A 6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg, A 7 Hamburg – Hannover und Würzburg – Füssen/Reutte, A 7 Hamburg – Flensburg und A 8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg sowie A 9 München – Nürnberg – Berlin, A 93 Inntaldreieck – Kufstein und A 95 /B 2 München – Garmisch-Partenkirchen.

Die Kontrollen an den deutschen Grenzen werden seit Mitte Mai schrittweise gelockert. An den Übergängen zwischen Österreich und Deutschland finden nur noch stichprobenartige Kontrollen statt, an den Grenzen zu Luxemburg sind sie komplett entfallen. Auf touristische Reisen ins Ausland sollten Bundesbürger aber auch in den kommenden Wochen weiterhin besser verzichten. (ampnet/jri)