Opel führt seine historischen Modelle aus

Foto: Auto-Medienportal.Net/Opel

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Opel bringt seine Oldtimer an den Start der 8. Paul Pietsch Classic (24. bis 25. Mai). Bei der Schwarzwald-Rallye rund um Offenburg sind die KAD-Modelle Kapitän B, Admiral B und Diplomat B genauso dabei wie die Coupé-Klassiker Manta A, Opel GT und Monza. Der Jüngste im Team von Opel Classic ist ein Corsa GSi, Baujahr 1990.

Opel startete als erster deutscher Hersteller im Jahre 1924 mit der Fließbandproduktion, wodurch der Opel 4/12 PS „Laubfrosch“ sowie alle späteren Opel 4 PS-Varianten zu Verkaufshits wurden. Mit dem Opel P4 und dem Kadett (bereits mit selbsttragender Karosserie) produzierten die Rüsselsheimer schon in den Dreißigerjahren Volksautos. Made in Germany und deutscher Ingenieursgeist wurden bezahl- und erfahrbar. 1968 erschien mit dem Opel GT ein bezahlbarer Sportwagen.

Modelle wie Opel Kadett, Rekord und Kapitän prägten die Zeit von Wiederaufbau und Wirtschaftswunder. Es folgten Opel GT, Manta und Monza. In den Achtzigern und Neunzigern wurden Corsa, Astra und Zafira zu Bestsellern. Nach dem Mauerfall und der Werksgründung in Eisenach war der Sturm auf die Marke mit dem Blitz besonders groß. Zwischen 1991 und 1998 wurde die erste Generation des Astra 4,2 Millionen Mal gebaut und ist damit das meistproduzierte Opel-Modell aller Zeiten.

Der erste komplett neu konstruierte Opel nach dem Krieg heißt Olympia Rekord. Mit Pontonkarosserie und verchromtem Haifischmaul läutet er 1953 eine neue Zeit ein. Das Design zitiert den Stil der großen US-Limousinen. Mit dem Olympia Rekord Caravan taucht noch dazu eine neue Fahrzeuggattung auf. Ein völlig neuer Opel Kapitän startet 1954, der Opel Rekord P2 kommt 1960, der Rekord A folgt bereits 1963 – mit Scheibenbremsen und kurz darauf sogar als Sechszylinder.

Bis 1965 produziert Opel 882 433 Rekord A. Mit diesem Erfolg steht die Tür weit offen für die „Großen Drei“: 1964 tritt das Dreigespann Kapitän, Admiral und Diplomat in der Oberklasse an. Bei der B-Generation dieser so genannten KAD-Modelle sorgt die De-Dion-Hinterachse für verbesserten Fahrkomfort. 1968 führt Opel bei allen Pkw-Modellen die Sicherheitslenksäule ein.

Im Juni 1964 eröffnet Opel als erster europäischer Hersteller ein modernes Designstudio in Rüsselsheim. Bereits auf der IAA 1965 feiert mit dem Experimental GT das erste Konzeptfahrzeug eines europäischen Automobilbauers Weltpremiere. Drei Jahre später steht der serienreife Opel GT beim Händler. Dank Großserientechnik für viele erschwinglich, wird der GT ein Hit. Diesem Muster folgen die Rüsselsheimer weiter. Der Manta startet 1970 und teilt sich die Technik mit dem Ascona – genau wie der Calibra ab 1989 mit dem Vectra. (ampnet/deg)