13 Unternehmen wollen Wasserstoff-Wirtschaft nach vorn bringen

Foto: Peter Schwerdtmann

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13 führende Unternehmen aus den Bereichen Energie, Verkehr und Industrie haben vergangene Woche in Davos den „Hydrogen Council“ ins Leben gerufen. Der „Wasserstoffrat“ soll das langfristige Ziel verfolgen, die Energiewende mithilfe von Wasserstoff voranzutreiben. Der „Hydrogen Council“ besteht derzeit aus den CEOs und Vorsitzenden verschiedener Industrie- und Energieunternehmen. Dazu gehören Air Liquide, Alstom, Anglo American, BMW Group, Daimler, ENGIE, Honda, Hyundai, Kawasaki, Royal Dutch Shell, The Linde Group, Total und Toyota.

Als erste globale Initiative ihrer Art hat sich der „Hydrogen Council“ zum Ziel gesetzt, den Einsatz von Wasserstoff als eine der zentralen Lösungen für die Energiewende zu etablieren. Wasserstoff ist ein vielseitiger Energieträger mit zahlreichen Vorteilen. Er setzt bei seiner Nutzung kein Kohlendioxid (CO2) frei und kann so eine wichtige Rolle beim Übergang zu einer sauberen, CO2-armen Zukunft spielen. Wasserstoffbasierte Technologien und Produkte haben sich in den vergangenen Jahren schnell weiterentwickelt und finden nun ihren Weg in den Markt.

Um die gesetzten Ziele zu erreichen, wird der Council mit allen wichtigen Stakeholder-Gruppen – darunter politische Entscheidungsträger, Unternehmen, die Wasserstoff-Branche, internationale Behörden und die Öffentlichkeit – zusammenarbeiten, sie informieren und beraten. Im Rahmen der Einführungsveranstaltung bekräftigten die Mitglieder des „Hydrogen Councils“ ihre Absicht, ihre Investitionen in die Entwicklung und Kommerzialisierung von Wasserstoff und Brennstoffzellen, die sich aktuell auf insgesamt rund 1,4 Milliarden Euro pro Jahr belaufen, auszubauen. Der Council wird von zwei Vorsitzenden aus unterschiedlichen Regionen und Branchen geleitet, derzeit durch Air Liquide und Toyota.

Benoit Potier, CEO von Air Liquide, erklärte es in Davos als Ziel des Wasserstoffrates, den Wasserstoff als eine der zentralen Lösungen für die Energiewende gehört – besonders in der Industrie, im Mobilitäts- und Energiesektor sowie beim Hausbau zu stärken. „Dafür ist die Entwicklung neuer, umfassender Strategien erforderlich. Aber wir schaffen es nicht alleine. Wir brauchen ein klares Bekenntnis der Politik zum Wasserstoff – zum Beispiel in Form umfangreicher Konzepte für Infrastruktur-Investitionen.“

Takeshi Uchiyamada, Chairman von Toyota, stellt fest: „Wir wissen, dass Wasserstoff nicht nur das Potenzial hat, unsere Mobilität zu revolutionieren. Er kann auch den Übergang zu einer CO2-armen Gesellschaft über verschiedene Industrien und die gesamte Wertschöpfungskette hinweg maßgeblich vorantreiben. Genau diesen Übergang will der Hydrogen Council aktiv fördern“, erklärte 

Als eines der führenden Unternehmen in der Entwicklung von Technologien für Brennstoffzellenfahrzeuge, will auch Honda seine Bemühungen zur Entwicklung einer weltweiten Wasserstoffgesellschaft weiter ausbauen. Seiji Kuraishi, Executive Vice President, Honda Motor Co., Ltd., glaubt, „dass unsere gemeinsamen Bemühungen die Entwicklung weiter beschleunigen können“.

Der vom „Hydrogen Council“ in Auftrag gegebene Bericht „How Hydrogen empowers the energy transition“ („Wie Wasserstoff die Energiewende vorantreibt“) erläutert die Vision des neuen Gremiums sowie die politischen Maßnahmen, die es für angebracht hält, um das Potenzial des Wasserstoffs zugunsten der Energiewende zur Entfaltung zu bringen. Die Mitglieder des „Hydrogen Councils“ erwirtschaften zusammengenommen einen Umsatz von 1,07 Billionen Euro und beschäftigen 1,72 Millionen Mitarbeiter weltweit. (ampnet/Sm)