Ratgeber: Autopflege im Winter

Foto: Auto-Medienportal.Net/ HUK Coburg

Foto: Auto-Medienportal.Net/ HUK Coburg

Bei der Autopflege im Winter sind mehr als nur „kosmetische“ Arbeiten gefragt – vielmehr muss das Fahrzeug nicht nur vor den negativen Einflüssen von Kälte, Eis, Schnee und Streumitteln geschützt, sondern auch verkehrssicher gehalten werden. Um dies zu gewährleisten, sind einige Maßnahmen über das Pflegeprogramm zur warmen Jahreszeit hinaus notwendig.

Eine wichtige Voraussetzung für eine sichere Fahrt in Herbst und Winter ist vor allem ungehinderte Sicht. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass der Fahrer nicht nur das viel zitierte „Guckloch in der Scheibe“ als Sichtfeld zur Verfügung haben darf. Vielmehr haben bei Fahrtantritt alle Scheiben eisfrei und nicht beschlagen zu sein. Nur die Heckscheibe darf „undurchsichtig“ sein, wenn die Außenspiegel ausreichend Sicht nach hinten garantieren. 

Beschlagenen Autoscheiben lässt sich vorbeugen, indem man darauf achtet, den Fahrzeuginnenraum möglichst trocken zu halten. Dazu sollten Fahrer und Beifahrer im Winter beispielsweise vor dem Einsteigen ihre Kleidung und ihre Schuhe so weit wie möglich von Schnee und Eis befreien. Gegen beschlagene Scheiben hilft auch ganz profan sauberes Glas: Also reinigen Sie Ihre Autoverglasung möglichst auch von innen gründlich, am besten mit speziellen Glasreinigern, die im Kfz-Zubehörhandel erhältlich sind.

Zuwendung benötigen bei tiefen Temperaturen zudem die Türdichtungen des Fahrzeugs. Denn dem Gummi setzt die Kälte ebenfalls zu. Deshalb sollten diese Autoteile gereinigt sowie mit einem entsprechenden Pflegemittel oder einem Fettstift behandelt werden. So verhindert man, dass die Dichtungen schneller porös und undicht werden. Und durch beschädigte bzw. auch dreckige Dichtungen gelangt wiederum Feuchtigkeit ins Fahrzeuginnere, was Beschlagen begünstigen kann. Gut gesäuberte und gepflegte Türgummis dagegen verhindern ferner, dass man morgens nach einer Frostnacht die Türen nicht mehr öffnen kann, weil sie festgefroren sind. Bei den Pflegeprodukten für die Dichtungen sollte man deshalb auch tunlichst solche auswählen, die nicht auf Wasser basieren, weil auch wasserhaltige Mittel im Winter gefrieren können.

Zur Winterpflege des Autos gehört ebenfalls die regelmäßige Kontrolle des Flüssigkeits- und möglichst auch des Ladezustands der Batterie. Zu prüfen ist außerdem, ob Kühler und Scheibenwaschanlage genügend Flüssigkeit und Frostschutzmittel enthalten. 

Lackschäden sollten beizeiten ausgebessert werden, damit es keine Stellen gibt, wo Dreck und Salz das Blech schädigen können. Und im Winter empfiehlt es sich, die Waschstraße öfter als gewohnt aufzusuchen, damit Streusalz und nasser Schneematsch nicht den Lack angreifen und die „braune Pest“ begünstigen. Bei Temperaturen deutlich unter null Grad raten Automobilklubs allerdings dringend von dem Besuch der Waschanlage ab. Denn sonst könnten Schlösser und Türen zu- und im schlimmsten Fall sogar die Bremse festfrieren. Stattdessen raten die Experten dazu, lieber öfter selbst einen feuchten Lappen in die Hand zu nehmen und die Scheinwerfer zu putzen. (ampnet/nic)