GTÜ-Reifentest spezial: Pannensichere Reifen

Statistisch gesehen kommt eine Reifenpanne eher selten vor. Die beste und einfachste Art, sich vor einer Reifenpanne zu schützen, war bisher das Reserverad. Heute werden stattdessen oft Dichtmittel-Sets mitgeliefert. Allerdings ist dies nur ein Notbehelf, der oft nicht besonders gut funktioniert. Die Lösung verschiedener Reifenhersteller sind "selbst-heilende" Reifen. Diese Reifen sind teurer und schwerer als ein vergleichbarer herkömmlicher Reifen. Rein äußerlich besteht kaum ein Unterschied. Doch die Bezeichnung "Seal inside" auf der Reifenflanke deutet darauf hin, dass das Besondere dieser Reifen im Inneren zu finden ist. Unterhalb der Lauffläche ist eine zähe Masse aufgebracht, die Durchstiche bis zu 5 mm Durchmesser zuverlässig abdichten soll. Dabei darf durch diese Masse im normalen Fahrbetrieb keine Unwucht entstehen.

Der Praxistest zeigt: Selbst bei mehrfachem Durchstechen mit einem Nagel entweicht dem Reifen keine Luft, der Luftdruck bleibt trotz der Beschädigung konstant. Die Fahrt könnte also weitergehen. Da auch die Reifendruckkontrolle keinen Alarm schlägt und auch das Fahrgeräusch keinen Hinweis auf den Reifenschaden gibt, fällt diese Beschädigung gar nicht auf. Selbst am nächsten Tag sind die Reifen immer noch dicht und fahrbar. Doch die Reifen sind beschädigt und müssen ausgetauscht werden!