Prüfmittel-Service für Kfz-Betriebe

Foto: Bosch

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Kalibrierte Scheinwerfereinstellgeräte und -prüfplätze sowie Bremsprüfstände sind für Ihren Kfz-Betrieb eine wichtige Voraussetzungen dafür, dass Sie Ihren Kunden die Hauptuntersuchung bei Ihnen in Ihrem Betrieb anbieten dürfen.

Ab dem 1.1.2018 dürfen in Prüfstützpunkten und an Prüfplätzen Hauptuntersuchungen nur noch dann durchgeführt werden, wenn für die Prüfplätze der Nachweis über eine durchgeführte Stückprüfung und Kalibrierung erbracht wird. Die Kalibrierscheine müssen ab diesem Zeitpunkt die Anforderungen der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) erfüllen.

Welche Anforderungen im Detail gestellt werden, ist in den Verkehrsblattverlautbarungen nachlesbar:


Bremsprüfstand
- Nr. 2 der Verkehrsblattverlautbarung Nr. 115/2016 aufgeführt: VkBl. 2016, Seite 503

Scheinwerfereinstellgerät und -prüfplatz
– Nr. 4 der Verkehrsblattverlautbarung Nr. 115/2016 aufgeführt: VkBl. 2016, Seite 504

Stichtage und Auflagen

Zu den einzelnen, festgelegten Stichtagen wird vorgegeben, welcher Sachverhalt zu den vorgeschriebenen Auflagen umgesetzt sein muss.

01.01.2017
Zusätzliche Kalibrierung von Bremsprüfstand (BPS) und Scheinwerferprüfsystem (SPS) bei Fälligkeit vorgeschrieben
Rechtslage: Verkehrsblatt (Vkbl.) 115/16 und Zulassungsbescheide der Länder

01.01.2018
SPS müssen Richtlinie von 2014 in Verbindung mit Vkbl. erfüllen
Rechtslage: Vkbl. 11/17

01.01.2019
Eichung oder Kalibrierung von schreibenden Bremsmessgeräten bei Fälligkeit
Eichung und Kalibrierung von Druckluft-Manometern, Abgas-, Geräuschund Fusskraft-Messgeräten bei Fälligkeit oder interne Rückführung durch Überwachungsorganisation (ÜO)

01.01.2020
BPS müssen mindestens die Anforderungen der BPS-Richtlinie 2011 i.V. mit Vkbl. erfüllen laufende Unterstützung des ASA-Schnittstellenstandards (ASA = Verband Automobil-Service Ausrüstungen)

Auflage 1 ab Stichtag 01.01.2017
In Verbindung mit Stückprüfung von BPS und SPS, sofern nicht überarbeitete Richtlinien des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) etwas anderes fordern sollten

Auflage 2 Stichtag 01.01.2017
Alle qualifizierten Sachkundigen zulässig

Auflage 2 ab Stichtag 01.01.2018
Nur qualifizierte Sachkundige von nach DIN/ISO 17025 akkreditierten Kalibrierlaboren oder interne Rückführung durch die Inspektionsstelle bzw. ÜO (sog. „Werkskalibrierung“) zulässig

Verschaffen Sie sich einen schnellen Überblick: Download Grafik

Damit Ihr Kfz-Betrieb auch nach den vorgegebenen Fristen die vom Gesetzgeber gestellten Anforderungen als Prüfstützpunkt erfüllt, informieren und beraten wir Sie gerne. Als Ansprechpartner stehen Ihnen gerne Ihr GTÜ-Prüfingenieur vor Ort, die GTÜ-Sachkundigen für die Stückprüfung von Systemen zur Überprüfung der Einstellung der Scheinwerfer  oder die GTÜ Prüfmittelservice GmbH  zur Verfügung.

GTÜ-Lösungsvorschläge für Ihre Investitionen als Prüfstützpunkt

Für eine erfolgreiche Stückprüfung und Kalibrierung des Gesamtsystems müssen verschiedene Anforderungen bestehen:

  • Aufstellfläche für Scheinwerfereinstellgerät (SEG) und Fahrzeug muss innerhalb der vorgegebenenToleranzen liegen
  • Funktionale Kalibrierfähigkeit des SEG muss bestehen

Um diese Anforderungen zu erfüllen, kann der Kfz-Betrieb zwischen einer Renovierungslösung oder einer Neubau-Lösung seines Prüfplatzes wählen. 

GTÜ-Vorschlag
Renovierungslösung  

Ca.-Betrag       Lieferanten-Beispiele
1. Fz.-Aufstellfläche auf stabilem Unterbau
abgezogen (Fließspachtel, 2K-Material)
1.000,00 €

Eigenleistung
Estrichleger

2. SEG-Aufstellfläche ohne Überfahrt
mit einstellbaren U-Schienen oder
Stahl-Platte
500,00 € Eigenleistung
Metallbauer
3. manuelles SEG mit Baumusterprüfung
gem. aktueller Richtlinie
1.000,00 € Hella SEG4
4. wahlweise Plattenprüfstand 1,5 m
mit ASA und ausreichend Fahrfläche
4.000,00 € Sherpa
5. wahlweise BPS- Nachrüstung
mit ASA-Schnittstelle und Kalibrierfähigkeit
1.500,00 € Sherpa
Max. Investition (Positionen 1 bis 4) 6.500,00 €
Min. Investition (Position 1 bis 3 und 5) 4.000,00 €

GTÜ-Vorschlag
Neubau-Lösung
Ca.-Betrag          Lieferanten-Beispiel

1. Fz.-Aufstellfläche ab Rohbeton neu aufgebaut
(Einbaurahmen mit Ausgleichsmasse)

4.000,00 € Estrichleger

2. SEG-Aufstellfläche für Überfahrt mit
versenktem Schienensystem hergestellt

2.000,00 € Monteur Hersteller

3. manuelles SEG mit Baumusterprüfung
gem. aktueller Richtlinie

1.000,00 € Hella SEG4

4. neuer Rollen-BPS 2,5 t gem. 2011er
Richtlinie mit Fundament

6.000,00 € MAHA

5. optional: ausreichend Freifläche mit
ca. 25 m Länge für die Dämpfer- und
SW-Prüfung

- € derzeit nich HU-relevant
Investitionsaufwand 13.000,00 €

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