Sachverständiger muss nicht nach Zeit abrechnen

Bei der Ermittlung seiner Honorarpauschale darf sich ein Sachverständiger an der Schadenshöhe orientieren.

Foto: Cmon/Fotolia

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Im verhandelten Fall hatte die HUK Coburg versucht, das Honorar eines Sachverständigen nach Zeitaufwand durchzusetzen und scheiterte damit sowohl in erster als auch in zweiter Instanz. Den Einwand der Versicherung, die Rechnung des Sachverständigen sei nicht prüffähig, ließen die Richter nicht gelten.

Es entspreche gängiger Praxis, dass ein Grundhonorar in Bezug zur Schadenshöhe geltend gemacht werde, so das Gericht. Die entsprechenden Tabellen fänden breite Anerkennung in der Praxis. Die dort genannten Sätze gelten als üblich. Bereits der Bundesgerichtshof hatte diese übliche Abrechnungspraxis als rechtens anerkannt.

Das Gericht erklärte darüber hinaus, dass ein Geschädigter grundsätzlich nicht verpflichtet sei, einen möglichst günstigen Sachverständigen ausfindig zu machen.

Landgericht München · Aktenzeichen 19 S 7874/11