Sachverständiger bei Bagatellen

Nach einem Unfall darf der Geschädigte einen Sachverständigen mit einem Gutachten beauftragen.

Foto: Cmon/Fotolia

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Die Kosten hierfür muss in aller Regel der gegnerische Versicherer tragen.

Das gilt auch dann, wenn der Schaden die Bagatellgrenze in Höhe von rund 700 Euro nicht überschreitet. Denn es ist nicht allein entscheidend, ob die durch die Begutachtung ermittelte Schadenshöhe einen bestimmten Betrag überschreitet oder in einem bestimmten Verhältnis zu den Sachverständigenkosten steht. Der Laie kann die Schadenshöhe vorher gar nicht abschätzen. Außerdem können auch bei äußerlich nur gering fügig erscheinenden Schadensbildern tiefer gehende, wesentliche Schäden entstanden sein, die der Laie nicht erkennen kann. Deshalb ist ein Gut achten auch in Fällen, die sich später als Bagatelle herausstellen, sinnvoll und kann dem gegnerischen Versicherer belastet werden.

Amtsgericht Kiel · Aktenzeichen 113 C 145/11