Internet: Schlechte Bewertung löschen lassen

Der Betreiber eines Bewertungsportals kann gezwungen werden, schlechte Bewertungen zu löschen.

Foto: Cmon/Fotolia

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Auch das Internet ist kein völlig rechtsfreier Raum. Wer im Netz eine erfundene schlechte Bewertung über sein Unternehmen findet, kann sich wehren – und sollte das wegen der weitreichenden Konsequenzen einer solchen Negativ-Werbung auch unbedingt tun.

War ein Kunde unzufrieden und lässt sich anschließend unfair beispielsweise über "unfreundlichen Service" aus, bleibt einem meist nicht mehr als eine sachliche Gegendarstellung an gleicher Stelle zu schreiben. Will jemand einem Unternehmen aber gezielt schaden und schreibt eine schlechte Bewertung, ohne dass die „bewertete“ Dienstleistung stattgefunden hat, kann der Geschädigte vom Betreiber des Portals die Löschung des Beitrags verlangen.

Lässt der sich daraufhin vom Beitragsschreiber bestätigen, dass sich die Angelegenheit genau so zugetragen hat, reicht das nicht aus. Er muss sich von dem Nutzer eine Bestätigung – zum Beispiel in Form einer Rechnung – vorlegen lassen, die belegt, dass die bewertete Dienstleistung tatsächlich erbracht wurde. Andernfalls muss er den Beitrag löschen.

Landgericht Nürnberg-Fürth · Aktenzeichen 11 O 2608/12