Versicherungsschutz bei Überschwemmung

Foto: Cmon/Fotolia

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Unwetter und Überflutungen richten großen Schaden an. In den meisten Fällen zahlt die Versicherung - wenn man den richtigen Schutz hat und nicht grob fahrlässig handelt.

Teilkasko zahlt

Wurde bei einem Hochwasser ein Kfz beschädigt, so kommt dafür die Teilkaskoversicherung auf. Etwas anderes gilt nur dann, wenn der Geschädigte rechtzeitig gewarnt war und es schuldhaft versäumt hat, sein Fahrzeug in Sicherheit zu bringen. Das gilt auch für Gewerbe treibende. Zahlt die Teilkasko, so kommt es nicht zu einer Rückstufung in der Schadensfreiheitsklasse.

Quelle: OLG Köln, 9 U 88/96

Flut ist ein Elementarschaden

Bei Gebäudeschäden und Inventar zahlt die Hausrat- oder Gebäudeversicherung allerdings nur, wenn eine Elementarschadendeckung im Vertrag festgelegt worden ist. Fließt bei starkem Regen Wasser in eine Tiefgarage, handelt es sich nicht um eine Überschwemmung. Deshalb muss die Gebäudeversicherung zahlen.

Quelle: OLG Oldenburg, 5 U 160/11

Fahrlässigkeit

Verlässt der Besitzer eines Kfz-Betriebs trotz drohender Flut zum Feierabend sein Betriebsgelände ohne Vorsichtsmaßnahmen, ist das grob fahrlässig. Denn er hätte noch einige Fahrzeuge in Sicherheit bringen können.

Quelle: OLG Köln, 9 U 88/96