KFZ zugelassen in Deutschland KFZ zugelassen im Ausland
a.) Zulassungsbescheinigung
b.) Fahrzeugschein
Sonstige Fahrzeugdokumente

- Zusätzliche Informationen - Fragen und Antworten (FAQ) - GTÜ-Website - GTÜ-Informativ (pdf)

                                                                                                          Datenbank- und Programmstand: 29.01.2016
Frage 1:  Kann ich Ihnen die Daten auch per Telefon, Fax, Post oder Email übermitteln und Sie schicken mir anschließend die Plakette zu?
Frage 2:  Muss ich mit dem Fahrzeug vorstellig werden, für das ich die „Feinstaub“-Plakette bekommen möchte.
Frage 3:  Ich lebe zur Zeit im Ausland und habe dem entsprechend ein in England zugelassenes Auto. Muss ich mir dann ebenfalls eine Plakette besorgen wenn ich nach Deutschland zu Besuch komme?
Frage 4:  Gilt die Verordnung für alle Kfz?
Frage 5:  Gibt es Ausnahmen für Schwerbehinderte?
Frage 6:  Mein Dieselfahrzeug wird in der Suche mit PM4 eingestuft - und zwar ohne und mit Partikelfilter. Mit dem Einbau des Dieselpartikelfilters wurde in den Fahrzeugpapieren nur PM3 bescheinigt. Was stimmt nun?
Frage 7:  Gelten die Fahrverbote auch für Oldtimer?
Frage 8:  Gilt die Faustregel Euro 2 = rote Plakette, Euro 3 = gelbe Plakette, Euro 4 = grüne Plakette?
Frage 9:  Ab wann tritt die Verordnung in Kraft?
Frage 10:  Muss ich eine Plakette kaufen?
Frage 11:  Was ist eine Umweltzone?
Frage 12:  Wann darf ich in eine Umweltzone einfahren?
Frage 13:  Braucht mein mit Benzin angetriebenes Fahrzeug auch eine Plakette?
Frage 14:  Feinstaub wird doch hauptsächlich von Diesel-Kfz verursacht. Warum braucht mein Benziner auch eine Plakette?
Frage 15:  Bei dem Onlinesuchergebnis schreiben Sie „Die Angaben treffen nur zu, wenn Ihr Fahrzeug nicht umgeschlüsselt wurde. Falls Sie sich nicht sicher sind, überprüfen Sie, ob auf Ihrem Fahrzeugschein unter zu 1 der Wert xxxxxx eingetragen ist (bzw. bei der Zulassungsbescheinigung Teil I im Feld 14.1 der Wert xxxx) [x steht immer für eine Zahl]. Wenn ja, ist ihre Bescheinigung im Originalzustand." Mein Wert stimmt nicht damit überein – wie kann ich trotzdem überprüfen, welche Plakette mit zugeteilt werden kann?
Frage 16:  Was bedeutet S-UM 43, G-TÜ 22, G-TÜ 33, G-TÜ 44 auf der Plakette?
Frage 17:  Wo kann man sich im Internet zu der Feinstaubproblematik zusätzlich informieren?
Frage 18:  Ich habe ein Quad / Trike – benötige ich auch eine Plakette?
Frage 19:  Welche Strafen drohen, wenn ich trotz Fahrverbot in einer Umweltzone fahre?
Frage 20:  In welchen Städten und Gemeinden sind Umweltzonen geplant bzw. schon eingerichtet?
Frage 21:  Was kostet die Plakette?
Frage 22:  Muss die Plakette irgendwann erneuert werden (z.B. mit jeder Abgasuntersuchung)?
Frage 23:  Gibt es zusätzliche Informationen die ich als PDF herunterladen kann?
Frage 24:  Wie werden Fahrzeuge ohne Verbrennungsmotor behandelt?
Frage 25:  Für mein Fahrzeug ist keine Plakette erhältlich. Da das Fahrzeug jedoch ein Firmenwagen ist, bin ich auf die uneingeschränkte Nutzung angewiesen. Besteht die Möglichkeit, eine Art Sondergenehmigung zu beantragen?
Frage 26:  Für mein Fahrzeug ist keine Plakette erhältlich. Ich wohne in einer Umweltzone. Muss ich mein Fahrzeug jetzt verschrotten?
Frage 27:  Kann der vorhandene Kat (OxiKat Diesel) beim Einbau des Dieselpartikelfilters weiter verwendet werden?
Frage 28:  Wie funktioniert ein Kalt- beziehungsweise ein Warmlaufregler?
Frage 29:  Wann ist der Einbau eines Kaltlaufreglers sinnvoll und was ist zu beachten?
Frage 30:  Wie groß ist die Steuerersparnis, die man durch eine Nachrüstung erreichen kann?
Frage 31:  Was muss man für die umweltgerechtere Nachrüstung mit Kaltlaufregler im Einzelnen untenehmen und wie erfährt das Finanzamt von der Nachrüstung?
Frage 32:  Wann ist der Einbau eines Nachrüst- oder Aufrüst-Katalysators sinnvoll?
Frage 33:  Wie funktioniert ein Dieselpartikelfilter (DPF) oder Rußpartikelfilter (RPF)?
Frage 34:  Was versteht man unter Partikelminderungsstufen (PM) und Partikelminderungsklassen (PMK)?
Frage 35:  Was versteht man unter einem Austauschsystem?
Frage 36:  Was versteht man unter einem Zusatzsystem?




Frage 1:
Kann ich Ihnen die Daten auch per Telefon, Fax, Post oder Email übermitteln und Sie schicken mir anschließend die Plakette zu?

Per Telefon geht es geht es leider nicht. Fax / Post / Email: Erfahren Sie Weiteres.

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Frage 2:
Muss ich mit dem Fahrzeug vorstellig werden, für das ich die „Feinstaub“-Plakette bekommen möchte?

Nein, das Fahrzeug wird nicht benötigt. Die Plakette gilt nur an dem Fahrzeug, welches das gleiche amtliche Kennzeichen trägt, das auf der Plakette notiert ist. Diese Eintragung wird von unseren Prüfingenieuren fälschungssicher durchgeführt, so dass ein Missbrauch ausgeschlossen werden kann.

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Frage 3:
Ich lebe zur Zeit im Ausland und habe dem entsprechend ein in England zugelassenes Auto. Muss ich mir dann ebenfalls eine Plakette besorgen wenn ich nach Deutschland zu Besuch komme?

Ja, der Gesetzgeber hat dies so vorgesehen. Unsere Prüfingenieure können anhand der EG-Typgenehmigung die für Ihr Fahrzeug festgelegte Plakette ermitteln. Leider gibt es so viele verschiedene Fahrzeugscheine und Schlüsselnummern, das Sie hierfür unsere Onlinesuche nicht verwenden können. Bei der Einsendung einer Kopie des Fahrzeugscheines sowie eines Bestellscheines wird eine pauschale Bewertung der ausländischen Fahrzeuge vorgenommen, welche auf den Zulassungszeitpunkt sowie die Motorart basiert. Die Plakette wirde Ihnen dann mit einer Rechnung (10,-- € pro Plakette) innerhalb 14 Tagen zugesandt.

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Frage 4:
Gilt die Verordnung für alle Kfz?

Nein. Derzeit bekommen 2- und 3-rädrige Kfz keine Plakette und können trotzdem in eine Umweltzone einfahren. Gleiches gilt für Arbeitsmaschinen, mobile Maschinen und Geräte, sowie für land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen. Außerdem gibt es Ausnahmen für Krankenwagen, Arztwagen, Fahrzeuge mit Sonderrechten nach § 35 StVO (z.B. Blaulicht), Bundeswehr und nichtdeutscher Truppen. (siehe hierzu auch unsere Infoseite)

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Frage 5:
Gibt es Ausnahmen für Schwerbehinderte?

Ja. Kraftfahrzeuge, mit denen Personen fahren oder gefahren werden, die außergewöhnlich gehbehindert, hilflos oder blind sind und dies durch die nach § 3 Abs. 1 bis 3 der Schwerbehindertenausweisverodnung im Schwerbehindertenausweis eingetragenen Merkzeichen „aG“, „H“ oder „Bl“ nachweisen, sind von Fahrverboten in Umweltzonen ausgenommen. Sie dürfen auch dann fahren, wenn sie keine für diese Umweltzone vorgesehen Plakette zur freien Durchfahrt vorweisen können.

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Frage 6:
Mein Dieselfahrzeug wird in der Suche mit PM4 eingestuft - und zwar ohne und mit Partikelfilter. Mit dem Einbau des Dieselpartikelfilters wurde in den Fahrzeugpapieren nur PM3 bescheinigt. Was stimmt nun?

Die Aussage der Schadstoffplakettensuche auf unserer Hompage zeigt Ihnen die Schadstoffgruppe an, die im Falle eines Fahrverbots gilt. Was in den Fahrzeugpapieren mit PM3 bezeichnet ist, ist die Partikelminderungsstufe für nachgerüstete Fahrzeuge. Das Fahrzeug erreicht die „EURO 4“-Abgasnorm sowohl mit als auch ohne Partikelfilter und bekommt daher in jedem Fall die grüne Plakette der Schadstoffgruppe 4. Der Eintrag PM3 in Ihren Fahrzeugpapieren kann sich ggf. steuerlich auszahlen.

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Frage 7:
Gelten die Fahrverbote auch für Oldtimer?

Nein. Oldtimer mit H-Kennzeichen und 07-Kennzeichen sind von der Verordnung ausgenommen und dürfen auch ohne Schadstoffplakette in Umweltzonen fahren.

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Frage 8:
Gilt die Faustregel Euro 2 = rote Plakette, Euro 3 = gelbe Plakette, Euro 4 = grüne Plakette?

Nicht immer, vor allem nicht bei benzingetriebenen Fahrzeugen. Wenn Sie unsere Onlinesuche nicht nutzen können nutzen Sie zur Bestimmung der für Ihr Fahrzeug zuteilbaren Plakette besser die Tabelle auf unserer Infoseite.

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Frage 9:
Ab wann tritt die Verordnung in Kraft?

Das Datum des in Kraft tretens der Verordnung ist der 01. März 2007. Ab diesem Datum können ggf Fahrverbote erteilt werden.

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Frage 10:
Muss ich eine Plakette kaufen?

Nein, das bleibt Ihnen überlassen. Wenn Sie nicht vorhaben eine Umweltzone zu befahren, ist keine Plakette erforderlich. Zahlreiche Kommunen planen die Einrichtung von Umweltzonen. Denken Sie auch daran, evtl. bei Urlaub oder Verwandtschaftsbesuch u.U. durch ausgewiesene Umweltzonen fahren zu müssen. Wir empfehlen daher den Erwerb der Plakette.

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Frage 11:
Was ist eine Umweltzone?

Eine Umweltzone wird mit dem Verkehrszeichen 270.1 ausgewiesen. Die Größe ist vgl. mit den Schild für eine 30er-Zone, innerhalb des roten Kreises steht das Wort „Umwelt“, unterhalb des roten Kreises das Wort „Zone“. Ein Zusatzschild, welches unterhalb des Verkehrszeichens angebracht wird, gibt an, mit welchen Schadstoffplaketten man in die Umweltzone einfahren darf.
Verkehrzeichen 270.1
Beginn einer Umweltzone  
Verkehrszeichen 270.2
Ende einer Umweltzone  
Zusatzschild zu 270.1
 


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Frage 12:
Wann darf ich in eine Umweltzone einfahren?

Das kommt darauf an, welches Zusatzschild angebracht wurde.
  1. Sind auf dem Schild eine rote, eine gelbe und eine grüne Plakette angebildet, so dürfen alle Fahrzeuge, die eine dieser dort abgebildeten Plaketten auf der Windschutzscheibe geklebt haben einfahren - Kfz ohne Plakette dürfen nicht einfahren (Ausnahmen siehe Antworten zu Frage 5 und Frage 6).
  2. Sind nur eine gelbe und eine grüne Plakette auf dem Zusatzschild abgebildet, so dürfen alle Fahrzeuge, die eine dieser dort abgebildeten Plaketten auf der Windschutzscheibe geklebt haben einfahren - Kfz ohne Plakette bzw. mit einer roten Plakette dürfen nicht einfahren (Ausnahmen siehe Antworten zu Frage 5 und Frage 6).
  3. Ist nur eine grüne Plakette auf dem Zusatzschild abgebildet, so dürfen alle Fahrzeuge, die eine grüne Plakette auf der Windschutzscheibe geklebt haben einfahren - Kfz ohne Plakette bzw. mit einer roten oder gelben Plakette dürfen nicht einfahren (Ausnahmen siehe Antworten zu Frage 5 und Frage 6).


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Frage 13:
Braucht mein mit Benzin angetriebenes Fahrzeug auch eine Plakette?

Ja, da auch bestimmte Fahrzeuge mit Otto – Motor den Fahrverboten unterliegen.

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Frage 14:
Feinstaub wird doch hauptsächlich von Diesel-Kfz verursacht. Warum braucht mein Benziner auch eine Plakette?

Die Plakette heißt nur umgangssprachlich Feinstaubplakette. Schadstoffplakette ist die bessere Bezeichnung, da auch andere Schadstoffe, wie etwa Stickoxide (NOx) bei der Einstufung berücksichtigt werden.

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Frage 15:
Bei dem Onlinesuchergebnis schreiben Sie „Die Angaben treffen nur zu, wenn Ihr Fahrzeug nicht umgeschlüsselt wurde. Falls Sie sich nicht sicher sind, überprüfen Sie, ob auf Ihrem Fahrzeugschein unter zu 1 der Wert xxxxxx eingetragen ist (bzw. bei der Zulassungsbescheinigung Teil I im Feld 14.1 der Wert xxxx) [x steht immer für eine Zahl]. Wenn ja, ist ihre Bescheinigung im Originalzustand.“ Mein Wert stimmt nicht damit überein – wie kann ich trotzdem überprüfen, welche Plakette mit zugeteilt werden kann?

Ursprünglich war für das Fahrzeug eine andere Schlüsselnummer vergeben. Wahrscheinlich wurden an dem Fahrzeug nachträglich Änderungen durchgeführt, die sich auf die Schlüsselnummer ausgewirkt haben (z.B. Einbau eines Dieselpartikelfilters, Kaltlaufreglers, Kat, etc.). Dies kann unsere Datenbank jedoch nicht wissen, so dass wir mit der Onlinesuche nur den Wert ermitteln können, den das Fahrzeug bei der Erstzulassung bekommen würde. Sie können jedoch mit dieser Tabelle (PDF) prüfen, welche Plakette Sie bekommen.

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Frage 16:
Was bedeutet S-UM 43, G-TÜ 22, G-TÜ 33, G-TÜ 44 auf der Plakette?

Es steht für ein fiktives amtliches Kennzeichen und soll verdeutlichen, das in das weiße Kästchen auf der Feinstaubplakette das amtliche Kennzeichen des Fahrzeugs eingetragen sein muss. Ohne Eintragung ist die Plakette ungültig. Die Plakette gilt nur für das Fahrzeug, welches das gleiche amtliche Kennzeichen hat wie auf der Plakette vermerkt. Die Eintragung wird von unserem Prüfingenieur vorgenommen. Eine Ausgabe der Plakette ohne Eintragung erfolgt nicht.


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Frage 17:
Wo kann man sich im Internet zu der Feinstaubproblematik zusätzlich informieren?

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Frage 18:
Ich habe ein Quad / Trike – benötige ich auch eine Plakette?

Das kommt darauf an, als was es zugelassen wurde. Die meisten Quads und Trikes sind als "Motorrad" geschlüsselt und damit von der Verordnung ausgenommen. Für sie gilt weiterhin freie Fahrt. Das Gleiche gilt für Zulassungen als land- und forstwirtschaftliche (lof) Zugmaschinen. Quads und Trikes mit einer PKW-Zulassung sind jedoch von der Verordnung betroffen. Für die Zuteilung der Plakette ist die Schadstoffverschlüsselung (Stelle 5 u.6 der Schlüsselnummer zu 1 im alten Fahrzeugschein bzw. Feld 14.1 in der Zulassungsbescheinigung Teil 1) ausschlaggebend. Die entsprechenden Schlüsselnummern können Sie dieser Tabelle (PDF) entnehmen.

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Frage 19:
Welche Strafen drohen, wenn ich trotz Fahrverbot in einer Umweltzone fahre?

Dieser Verstoß kann mit einem Bußgeld von € 80,-- geahndet werden.

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Frage 20:
In welchen Städten und Gemeinden sind Umweltzonen geplant bzw. schon eingerichtet?

Übersicht über die geplaneten bzw. eingerichteten Umweltzonen in Deutschland

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Frage 21:
Was kostet die Plakette?

Die Preise unterliegen regionalen Schwankungen. Die GTÜ gibt an ihre Partner eine Preisempfehlung zwischen 5,-- und 10,-- Euro aus. Den genauen Preis erfragen Sie bitte bei Ihrem nächstgelegenen GTÜ-Partnerbüro.

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Frage 22:
Muss die Plakette irgendwann erneuert werden (z.B. mit jeder Abgasuntersuchung)?

Nein. Da die Plakette aber mit dem Kfz-Kennzeichen versehen ist, benötigen Sie eine neue Plakette wenn das Fahrzeug ein neues Kfz-Kennzeichen bekommt (z.B. wegen Umzug, Verkauf). Wenn Sie das Fahrzeug nachgerüstet haben (mit einem Dieselpartikelfilter) und Sie dadurch eine bessere Plakette bekommen könnten, empfiehlt es sich natürlich, sich diese zuteilen zu lassen.

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Frage 23:
Gibt es zusätzliche Informationen die ich als PDF herunterladen kann?

Folgende Dateien stehen derzeit zum Download für Sie bereit: zurück zur Übersicht
Frage 24:
Wie werden Fahrzeuge ohne Verbrennungsmotor behandelt?

Kraftfahrzeuge ohne Verbrennungsmotor (z.B. Elektromotor, Brennstoffzellen) werden der Schadstoffgruppe 4 (grüne Plakette) zugeordnet. Sie benötigen auf jeden Fall eine Plakette um in eine Umweltzone einfahren zu dürfen. Sonst siehe Frage 20

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Frage 25:
Für mein Fahrzeug ist keine Plakette erhältlich. Da das Fahrzeug jedoch ein Firmenwagen ist, bin ich auf die uneingeschränkte Nutzung angewiesen. Besteht die Möglichkeit, eine Art Sondergenehmigung zu beantragen?

Generell kann jeder bei seiner zuständigen Behörde eine Ausnahmegenehmigung beantragen. Wie dort in einer Einzelfallprüfung entschieden wird, können wir nicht beurteilen. Bedenken Sie bitte dabei, das eine Ausnahmegenehmigung, die beispielsweise für eine Umweltzone in Berlin erteilt wurde, nicht zwangsläufig auch für eine Umweltzone in Frankfurt oder München anerkannt wird.

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Frage 26:
Für mein Fahrzeug ist keine Plakette erhältlich. Ich wohne in einer Umweltzone. Muss ich mein Fahrzeug jetzt verschrotten?

Verschrotten müssen Sie das Fahrzeug nicht sofort. Zum einen können Sie außerhalb von Umweltzonen weiterhin problemlos fahren, zum anderen gilt auch hier die Antwort von Frage 25.

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Frage 27:
Kann der vorhandene Kat (OxiKat Diesel) beim Einbau des Dieselpartikelfilters weiter verwendet werden?

Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften müssen vorgeschaltete Katalysatoren vor der Umrüstung erneuert werden, wenn diese länger als fünf Jahre oder für mehr als 80.000 km im Fahrzeug eingebaut waren.

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Frage 28:
Wie funktioniert ein Kalt- beziehungsweise ein Warmlaufregler?

Der Kaltlaufregler (KLR) – von einigen Anbietern auch als Warmlaufregler bezeichnet – ist ein Bauteil, das bei älteren Kraftfahrzeugen mit Ottomotor und geregeltem Katalysator den Schadstoffausstoß während der Kaltlaufphase verringert. Da der Emissionstest vor der Norm Euro 2 keinen Kaltstart enthielt, waren viele Fahrzeuge nicht auf einen schadstoffarmen Start optimiert.
Es gibt elektromechanische oder elektronische KLR:
Ein elektromechanischer Kaltlaufregler führt dem Ansaugsystem während der Kaltlaufphase ventilgesteuert einen zusätzlichen Luftstrom zu, der eine Abmagerung des Kraftstoff-Luft-Gemisches bewirkt. Gleichzeitig wird oftmals auch die Leerlaufdrehzahl leicht angehoben. Im Allgemeinen ist hierfür kein Eingriff in die Motorsteuerung notwendig. Wenn die Kaltlaufphase beendet ist, also das Kühlwasser eine bestimmte Temperatur erreicht hat, schaltet das System ab.
Neben dem mechanischen Kaltlaufregler gibt es auch elektronisch geregelte Systeme. Diese Systeme erhöhen durch ein zusätzliches elektronisches Steuergerät direkt nach dem Start des Motors die Leerlaufdrehzahl geringfügig. So heizt sich der Katalysator schneller auf und erreicht somit seine Betriebstemperatur früher. Dies wiederum hat zur Folge, dass der Schadstoffausstoß reduziert wird. Ab einer Kühlmitteltemperatur von etwa 35 °C wird die Regelung durch den elektronischen Kaltlaufregler komplett zurückgenommen. In Verbindung mit einem Luftsteuerventil kann dem Motor auch noch gezielt Zusatzluft in den Ansaugkrümmer zugeführt werden.

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Frage 29:
Wann ist der Einbau eines Kaltlaufreglers sinnvoll und was ist zu beachten?

Mit Hilfe eines Kaltlaufreglers (KLR) wird in der Regel eine Einstufung in eine bessere Schadstoffklasse erreicht; was eine deutliche Ersparnis bei der Kfz-Steuer zur Folge haben kann. Die Steuerersparnis ist proportional zum Hubraum. Die Aufrüstung wird vor allem bei Fahrzeugen der Euro 1-Norm vorgenommen, um die Euro 2- oder D3-Norm zu erreichen. Der Einbau eines Kaltlaufreglers lohnt sich auch noch für ältere Fahrzeuge, da sich die Investition durch die gesparte Steuer meist bereits nach 2 Jahren amortisiert. Außerdem ist eine bessere Einstufung im Zusammenhang mit der „Feinstaub-“ oder „Umweltplakette“ möglich und der Fahrzeugwert steigt.
Vor dem Einbau muss jedoch der vorhandene Katalysator einen so genannten „Kat-Test“ mit strengeren Abgasnormen durchlaufen. Nur wenn dieser Funktionstest bestanden wird, ist der Einbau eines KLR zulässig. Ist der Katalysator nicht mehr ausreichend funktionsfähig, sollte man den Einbau eines Upgrade- oder Austausch-Katalysators ins Auge fassen.

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Frage 30:
Wie groß ist die Steuerersparnis, die man durch eine Nachrüstung erreichen kann?

Das kommt auf mehrere Faktoren an. Zum einen hängt die Ersparnis vom Hubraum und der Antriebsart (Otto-/Benzin- oder Dieselmotor) Ihres Fahrzeuges ab. Zum anderen spielt die bisherige wie auch die erreichbare Einstufung in die entsprechende Schadstoff-Klasse eine wichtige Rolle.
Einen ersten Überblick vermitteln die beiden Beispiel und die beigefügte Tabelle:

Beispiel 1:
Ein Pkw mit Otto- bzw. Benzinmotor und 2,0 l Hubraum sowie bisheriger Schadstoff-Schlüsselnummer 01 erreicht durch Umrüstung die Schadstoffschlüsselnummer 25.
Alter Steuersatz: 15,13 €/Jahr * 20 = 302,60 €/Jahr
Neuer Steuersatz: 7,36 €/Jahr * 20 = 147,20 €/Jahr
Ersparnis: 155,40 €/Jahr

Beispiel 2:
Ein Pkw mit Dieselmotor und 2,0 l Hubraum sowie bisheriger Schadstoff-Schlüsselnummer 01 erreicht durch Umrüstung die Schadstoffschlüsselnummer 25.
Alter Steuersatz: 27,35 €/Jahr * 20 = 547,00 €/Jahr
Neuer Steuersatz: 16,05 €/Jahr * 20 = 321,00 €/Jahr
Ersparnis: 226,00 €/Jahr

Übersichtstabelle als PDF-Datei

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Frage 31:
Was muss man für die umweltgerechtere Nachrüstung mit Kaltlaufregler im Einzelnen untenehmen und wie erfährt das Finanzamt von der Nachrüstung?

Der komplette Ablauf gestaltet sich folgendermaßen:
  • Vor Einbau des Systems werden eine Abgasuntersuchung (AU) sowie ein zusätzlicher Katalysatortest durchgeführt.
  • Wenn AU und Katalysator-Test positiv sind, wird das System entsprechend der vom Systemhersteller mitgelieferten Anleitung eingebaut.
  • Nach Einbau füllt die Werkstatt die mitgelieferte Einbaubescheinigung aus.
  • Mit folgenden drei Unterlagen gehen Sie dann zur Zulassungsstelle (Straßenverkehrsamt):
    • der ABE des KLR-Systems (muss jedem Einbausatz beiliegen)
    • der AU-Bescheinigung (von der Werkstatt erstellt) und
    • der Einbaubescheinigng (von der Werkstatt ausgefüllt)
      Die Zulassungsstelle überprüft die Angaben, trägt die neue Schadstoff-Schlüsselnummer in die Fahrzeugpapiere ein und erhebt dafür eine Gebühr (regional unterschiedlich) von 5,20 bis 15,50 €.
  • Die Zulassungsstelle informiert automatisch das Finanzamt.
  • Der Kunde erhält einen geänderten Kfz-Steuerbescheid vom Finanzamt und gegebenenfalls eine Rückzahlung.
Nur wenn der Einbau durch keine AU-berechtigte Werkstatt erfolgte, muss das Fahrzeug durch einen Prüfingenieur – beispielsweise der GTÜ – begutachtet werden. Dieser checkt dann den ordnungsgemäßen Einbau und führt dazu die Abgasuntersuchung (AU) sowie den vorgeschriebenen Katalysatortest durch.

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Frage 32:
Wann ist der Einbau eines Nachrüst- oder Aufrüst-Katalysators sinnvoll?

Für Benziner wie Diesel gilt: Bei den meisten Fahrzeugmodellen, die nicht älter als zehn Jahre sind und nach Schadstoffklasse Euro 1 eingestuft sind, bieten sich die deutlich leistungsfähigeren Aufrüst-Kataly­satoren („Upgrade-Kats“) an. Dazu zählt auch die preisgünstigen Vor- und Mini-Katalysatoren, die zusätzlich zum vorhandenen Katalysator – der allerdings noch voll funktionsfähig sein muss! – eingebaut werden. Der Einbau von Aufrüst-Kataly­satoren rechnet sich insbesondere dann, wenn sowieso ein defekter Katalysator zu ersetzen ist. „Aufrüsten“ (oft auch „upgraden“ genannt) führt zur steuergünstigeren Einstufung nach Schadstoffklasse Euro2 oder D3.
Deutlich älteren Fahrzeuge ohne Katalysator oder mit ungeregeltem Kat bleibt nur der Einbau von Nachrüst-Katalysatoren (u. a. Micro-/Mikro-Kats oder Mini-Kats ), der zur steuerbegünstigten Einstufung nach Schadstoffklasse Euro1 führt.

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Frage 33:
Wie funktioniert ein Dieselpartikelfilter (DPF) oder Rußpartikelfilter (RPF)?

Dieselpartikelfilter (DPF) – auch Rußpartikelfilter (RPF) genannt – reduzieren die im Abgas von Dieselmotoren vorhandenen Partikel. Dabei gibt es zwei Arten: Wandstromfilter (geschlossene Systeme), bei denen das Abgas im Filter eine poröse Wand durchdringt und Durchflussfilter (offene Systeme), bei denen das Abgas den Filter an seiner inneren Oberfläche entlang durchfließt.
Wandstromfilter (üblich in der Erstausrüstung)
Bei einem Wandstromfilter (Wall-Flow, Honey-Comb, auch geschlossenes System genannt) wird das mit den Rußpartikeln versetzte Abgas bei der Durchdringung einer porösen Wand gefiltert. Die Partikelbeladung an der Wand behindert den Abgasstrom und der Abgasgegendruck steigt. Die Motorsteuerung erkennt dies und leitet die Regeneration ein. Von einer Regeneration merkt der Fahrer nichts; die Motorleistung wird davon nicht beeinträchtigt. Die langzeitstabile, sehr hohe Abscheiderate bei Wandstromfiltern (mehr als 95 Prozent der gesamten Partikelmasse) bedingt jedoch eine geringe Erhöhung des Kraftstoffverbrauchs.
Durchflussfilter (für die Nachrüstung)
Mehrere Hersteller bieten mittlerweile Durchflussfilter – auch offenes System genannt – zur Nachrüstung an. Typischerweise besteht ein Durchflussfilter aus dünnen Stahlfolien mit gezielter Strömungsleittechnik, in denen die Partikel vom Abgas getrennt und zur Anlagerung auf die innere Oberfläche des Filters gebracht werden. Bei genügend hohen Temperaturen und Stickoxidkonzentrationen werden die dort angelagerten Partikel kontinuierlich regeneriert.
Im Vergleich zum Wandstromfilter ist der Filtrationswirkungsgrad – insbesondere für die kleinste (aber bei modernen Dieselmotoren im Normalbetrieb häufigste) Partikelfraktion mit einem Durchmesser unter 100 nm – deutlich geringer. Die Senkung der gesamten Partikelmasse beträgt nur 30 bis 40 %. Vorteilhaft wirkt sich jedoch die nur geringe Erhöhung des Abgasgegendrucks aus, was dazu führt, dass der Kraftstoffverbrauch nicht oder nur wenig erhöht wird. Bei einer Nachrüstung mit Durchflussfiltern sind neben dem Einbau des Abgasnachbehandlungssystems keine weiteren Änderungen am Fahrzeug notwendig. Die Nachrüstung ist somit zwar in der Anschaffung und im Betrieb kostengünstiger, aber nicht unbedingt kosteneffizienter.
Voraussetzung für die Umrüstung
siehe Frage 29.

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Frage 34:
Was versteht man unter Partikelminderungsstufen (PM) und Partikelminderungsklassen (PMK)?

Die „Feinstaubverordnung“ legt die Kennzeichnung von Kraftfahrzeugen nach der Höhe ihrer Partikelemission bundesweit einheitlich fest. Hiernach können Diesel-Pkw durch Nachrüstung mit Partikelfiltern bestimmte Grenzwerte erreichen, die zu einer Einstufung in eine Partikelminderungsstufe führen und als Kriterium für die Plakettenvergabe (grün oder gelb) in Deutschland gelten. Die Grenzwerte PM0, PM01 und PM1 bis PM3 werden durch die so genannten offenen Partikelfiltersysteme erreicht, die den Partikelmassenausstoß bei weitem nicht bis auf das Niveau von 0,001 g/km wie bei geschlossenen Partikelfiltersystemen senken.

Die folgenden Partikelminderungsstufen (PM) sind für nachgerüstete Pkw:
  • PM 0 und PM 01 sind für die Nachrüstung von Euro-1-Diesel-Pkw vorgesehen. Durch die Nachrüstung mit einem Partikelfilter muss der Partikelgrenzwert für Euro-2-Diesel-Pkw von 0,1 g/km erreicht werden. Schwerere Fahrzeuge können auch den Partikelgrenzwert der Euro 3-Norm erreichen
  • PM 1 ist für die Nachrüstung von Euro-1- und Euro-2-Diesel-Pkw vorgesehen. Durch die Nachrüstung mit einem Partikelfilter muss der Partikelgrenzwert für Euro-3-Diesel-Pkw von 0,05 g/km erreicht werden.
  • PM 2 ist für die Nachrüstung von Euro-3-Diesel-Pkw vorgesehen. Durch die Nachrüstung mit einem Partikelfilter muss der Partikelgrenzwert für Euro-4-Diesel-Pkw von 0,025 g/km erreicht werden.
  • PM 3 ist für die Nachrüstung von ab Werk nicht vorbereiteten Euro-4-Diesel-Pkw vorgesehen. Sie halten gemäß Euro 4 Norm nur einen Partikelgrenzwert von 0,025 g/km ein. Mit der Nachrüstung eines Partikelfilters muss die Emission halbiert und ein Grenzwert von 0,0125 g/km erreicht werden.
  • PM 4 soll den zukünftig für Euro 5 vorgesehenen Partikelgrenzwert von 0,005 g/km erreichen. Diese Stufe wurde für die Nachrüstung von im Verkehr befindlichen Euro-4-Diesel-Pkw geschaffen, die bereits ab Werk entsprechend vorbereitet sind.
  • PM 5 gilt für Euro-3- und Euro-4-Diesel-Pkw, die bereits ab Werk den für die zukünftige Euro 5 vorgeschriebenen Partikelgrenzwert von 0,005 g/km einhalten. Diese Fahrzeuge erhalten auch die grüne Plakette.

Die folgenden Partikelminderungsklassen (PMK) sind für nachgerüstete Lkw:
  • PMK 01 und PMK 0 sind für die Nachrüstung von "Euro-1"-Diesel-Lkw vorgesehen. Durch die Nachrüstung mit einem Partikelfilter muss der Partikelgrenzwert für "Euro-2"-Diesel-Lkw erreicht werden. Einige Fahrzeuge mit PMK 01 erreichen auch den Partikelgrenzwert der Euro-3-Norm.
  • PMK 1 ist für die Nachrüstung von "Euro-1"- und "Euro-2"-Diesel-Lkw vorgesehen. Durch die Nachrüstung mit einem Partikelfilter muss der Partikelgrenzwert für "Euro-3"-Diesel-Lkw erreicht werden.
  • PMK 2 ist für die Nachrüstung von "Euro-1"-, "Euro-2"- und "Euro-3"-Diesel-Lkw vorgesehen. Durch die Nachrüstung mit einem Partikelfilter muss der Partikelgrenzwert für "Euro-4"-Diesel-Lkw erreicht werden.
  • PMK 3 und PMK 4 sind für die Nachrüstung leichter LKW vorgesehen. Die Emissionskriterien entsprechen der Partikelminderungsklasse PM 3 bzw. PM4 für Pkw.


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Frage 35:
Was versteht man unter einem Austauschsystem?

Ein Austauschsystem ist eine Kombination, bestehend aus einem Oxikat und einem Partikelfilter. Es wird an Stelle des originalen Katalysators in die Abgasanlage verbaut. Wenn der eingebaute Katalysator älter als 5 Jahre ist oder er eine Laufleistung von mehr als 80.000 km aufweist, muss in diesem Zusammenhang nach gesetzlichen Anforderungen der Katalysator erneuert werden. Dies kann erreicht werden durch ein Austauschsystem oder durch ein Zusatzsystem mit gleichzeitiger Erneuerung des Katalysators.

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Frage 36:
Was versteht man unter einem Zusatzsystem?

Ein Zusatzsystem ist ein Partikelfilter, der zusätzlich nach einem vorhandenen Katalysator in die Abgasanlage verbaut wird. Wenn der eingebaute Katalysator älter als 5 Jahre ist oder er eine Laufleistung von mehr als 80.000 km aufweist, muss in diesem Zusammenhang nach gesetzlichen Anforderungen der Katalysator erneuert werden. Dies kann erreicht werden durch ein Zusatzsystem mit gleichzeitiger Erneuerung des Katalysators oder durch ein Austauschsystem.

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